Pinot Gris, Grauburgunder, Grauburgunder trocken

Wer sich auf die Suche nach einem universellen Wein begibt, ist mit ein paar Flaschen Pinot Gris gut beraten: Pinot Gris ist ein wunderbar vielfältiger Wein, typische Aromen sind Apfel, Pfirsich, tropische Früchte, er kann auch floral, süß und auch zart nach Vanille schmecken, er kann trocken oder süß sein. Durch diese Vielfalt passt er gut zu Vorspeisen, kann aber auch deftige Hauptspeisen begleiten und macht auch als Begleit-Wein beim Dessert eine gute Figur.

Pinot Gris: alles über den Grauburgunder (Grauer Burgunder, Pinot Grigio, Ruländer)

Der Pinot Gris-Wein, auch bekannt unter dem Namen, bzw. der Bezeichnung Drusen, Druser, Pinot Grigio, grauer Burgunder, Grauer Clevner, Fromenteau Gris, Pineau Cendrée, Grauburgunder oder auch Ruländer ist eine Rebsorte, die in Österreich schon lange beheimatet ist. Sie ist auch auf der ganzen Welt zu finden. Die ursprüngliche Heimat ist aber das Burgund.

Pinot Gris, Grauburgunder : die Rebsorte

Der Weinstock selbst ist dunkelbraun, die Weinblätter fünfseitig und dunkelgrün. Die Beeren-Farbe dieser Rebsorte ist leicht rötlich bis grau, trotzdem gehört dieser Wein zu den Weißweinen. Die Beerenhaut ist zart und empfindlich, hier braucht es Fingerspitzengefühl, denn die Rebsorte ist durch die dünne Haut anfällig auf Krankheiten. Vollreife zeigt sich erst, wenn die Reben sich grau färben. Die Beeren sind für ihre Dichtbeerigkeit bekannt.

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Ursprung, Herkunft und Abstammung

Der Pinot Gris hat so viele Namen, wer sie einmal suchen möchte und “Pinot Gris” einmal in einem Weinlexikon nachgeschlagen hat, kennt vielleicht ein oder Synonym, (oder mehrere Synonyme – in jedem Land gibt es unterschiedliche Bezeichnungen: Ganz früh, im 13. Jahrhundert (so wird erzählt) wurde die Rebsorte Pinot Gris, wie auch Pinot Blanc als „Auxerrois Gris“ bezeichnet, dieser Wein ist auch eine Burgunder-Rebsorte. Andere Synonyme sind Arnaison Gris, Arnoison Gris oder Auvernat Gris. Doch was bedeutet eigentlich „Pinot“!? Pinot leitet sich von „Pin“ ab, das wiederum steht für „Kiefer“, denn die Traube dieser Rebsorte gleicht einem Kieferzapfen. Aus welchem Land kommt der Weißwein Pinot Gris nun eigentlich, werden sich manche fragen? Zur Abstammung: Der Pinot Gris entstand durch eine Mutation aus dem Pinot Noir (Schwarzburgunder, oder auch Pinot Nero), ist also ein Bindeglied und ist auch verwandt mit dem Pinot Blanc (Weißburgunder), welche Rebsorten dabei noch beteiligt waren, ist nicht klar nachweisbar. Alle Pinot-Sorten sind jedenfalls Burgunder-Sorten, oft werden sie zu Champagner verarbeitet.

Grauburgunder Reserve

Ansprüche an Klima und Boden

Die Weinstöcke des Pinot Gris, oder Grauen Burgunder haben Ansprüche und sind kapriziert, sie mögen nährstoffreiche Böden, kühleres bis warmes Klima und auch genügend Niederschlag. Die dünne Haut der Rebe verlangt auch nach vorsichtiger Behandlung, denn ist sie einmal verletzt, sind Tür und Tor für Krankheiten geöffnet, jede Traube sollte so behutsam wie möglich behandelt werden. Je nachdem, welche Möglichkeiten das Klima bietet, können verschiedene Stile des Ausbaus in Frage kommen, wenn es lange, warme Sommer gibt, sind auch Auslesen möglich.
So gesehen ist sie eine der Rebsorten, die am besten in einem Weingarten mit viel Sonne wächst, unter besten Bedingungen, damit sich die Aromen dieser Traube bestmöglich entfalten kann.

Rotweinkeller_klein

Anbaugebiete der Rebe

Ursprünglich kommt der Pinot Gris, Grauer Burgunder oder Pinot Grigio aus Frankreich, aus dem Burgund. Heute ist die größte Verbreitung im Elsass im Nordosten von Frankreich. 

In Deutschland werden diese Weine auch „Ruländer“ genannt, nach Johann Seeger Ruland: Er hat sich 1709 einen verwilderten Garten gekauft und dort ihm unbekannte Rebstöcke (eben den Pinot Gris) gefunden. Nachdem ihm der Geschmack dieser Frucht so gut gefallen hat, hat er die Rebstöcke kurzerhand vermehrt und so dazu beigetragen, die Sorte in Deutschland zu verbreiten, damals noch als Grauer Burgunder oder Ruländer.  

Auch in Italien wird die Sorte Pinot Grigio gerne angebaut, zum Beispiel im Friaul Julisch Venetien. In den USA wächst er in Kalifornien, mehr außerdem noch in Neuseeland und Australien – man kann ihn also fast überall auf der Welt trinken. 

Grauburgunder in Österreich

In Österreich zählt der Pinot Gris oder Grauburgunder zu den Raritäten, die Anbaufläche beträgt mit 226 ha (2015) nur rund 0,5% der Rebflächen in Österreich. Der Pinot Gris oder auch Ruländer wurde bereits im 13. Jahrhundert von Mönchen angebaut (darum auch „Grauer Mönch“), sie haben die Rebe dann auch nach Österreich gebracht.

Pinot Gris: der Wein

Farbe, Geschmack & Aromen

Der Geschmack, bzw. das Erlebnis am Gaumen des Pinot Gris, seine Frische, sein Duft hängen von der Ausbauweise ab, wie lange die Maische steht – dann kann sich die Farbe auch ins Rötliche verwandeln, da die zarte Beerenhaut ja auch beinahe wie eine rote Rebensorte aussieht. Wird der Pinot Gris spät gelesen, kann er zu einer Trockenbeerenauslese verarbeitet werden, es gibt aber auch spritzig-fruchtige Pinot Gris, wenn sie früh geerntet werden und der Ausbau im Stahltank erfolgt. Der Pinot Gris von NESTOR vereint die Fruchtigkeit, die Sonne und Leichtigkeit des Burgenlands mit dem vollmundigen Geschmack, der aus der Batonnage resultiert. Etwas ganz Besonderes, von hoher Qualität.

Der Nestor Pinot Gris aus Österreich

In Österreich kommt vielen Menschen wohl ein Grüner Veltliner in den Sinn, wenn sie an Weißwein denken, vielleicht denken sie auch an einen Traminer-Wein. Dennoch wächst auch der Pinot Gris bei uns:  Im Nordburgenland fühlt sich der Pinot Gris besonders wohl – der NESTOR Pinot Gris wird in Holzfässern unterschiedlicher Herkunft vergoren und mittels Batonnage sensibel veredelt.  

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Zu welchen Gerichten passt der Pinot Grigio?

Pinot Grigio Wein, der klassisch im Stahltank ausgebaut wird, passt zu leichten Gerichten, wie Fisch, Gemüse oder Pasta – wie auch andere Weißweine (z.B. der Sauvignon Blanc, der aber meist mehr Säure aufweist). Er wird auch gerne als Sommerwein genossen.

Je mehr Barrique (Holzfass) beteiligt ist, desto gehaltvoller darf auch die Speise dazu sein: Der NESTOR Pinot Gris / Pinot Grigio, bzw. der Grauburgunder erfreut den Gaumen und die Nase auch ganz solo, aber besonders fein schmeckt er zu deliziösen Gerichten wie etwa Brathuhn. Roland Graf schreibt dazu „Zwei Dinge liebt man am Ofenhendl: Knusprige Haut und von Säften getränkte weiche Fülle. Und im Grunde ist damit schon der Wein Pinot Grigio dazu beschrieben. Vollmundig und mit zarten Röstaromen sollte er sein, der Wein. Sollten Sie Fragen zu unseren Weinen / unserem Sortiment, bzw. zu einem Artikel wie dem Pinot Gris haben erreichen Sie uns gut von Mo – Fr unter der Telefon-Nummer 01/9418333 oder nützen Sie unsere E-Mail-Adresse: office@neukampundstadler.at, gerne beantworten wir Ihre Fragen oder helfen Ihnen bei der Bestellung und geben Auskunft zu den Preisen.

Der Grauburgunder

Eines der vielen Synonyme für den Pinot Gris oder Pinot Grigio ist der Grauburgunder. Seit dem 14. Jahrhundert wächst der Grauburgunder bereits in Deutschland, dort wird er in der Weinwirtschaft auch so genannt. Der Inhalt dieser Weinflaschen ist meist alkohollastiger und schwerer als die Verwandten Pinot Grigio-Weine aus Italien, ein Pinot Gris ist tendenziell leichter ausgebaut.

Der Grauburgunder: Wo wird dieser Name verwendet

Ganz oben, im Osten Frankreichs, an der Grenze zu Deutschland, im Elsass ist der Grauburgunder  weit verbreitet. Im Elsass gibt es ca. 15.000 Hektar Weingärten, das besondere ist die diverse Bodenbeschaffenheit. Im Elsass gibt es sogenannte “große Lagen”, auf denen nur edle Rebsorten wachsen dürfen, der Grauburgunder gehört hier dazu. Bis zu Jahr 2007 wurde der Grauburgunder auch als “Tokaj” bezeichnet, das geht nun nicht mehr, da es ja in Ungarn den berühmten “Tokaj” gibt. Der Grauburgunder im Elsass ist eher trocken, hat wenig Säure und ein wunderbares Bouquet.  

Der Grauburgunder: Bekannte Weinregionen

In Deutschland findet man im Weinanbaugebiet Baden (Bundesland Baden-Württemberg), im drittgrößten Anbaugebiet Deutschlands ganz großartige Grauburgunder, hier gibt es genug Sonne und unterschiedlichste Bodenzusammensetzungen. Das schmeckt man auch in den Weinen.

Auch das Weinbaugebiet Pfalz (Bundesland Rheinland-Pfalz) bietet dem Grauburgunder gute Vorrausetzungen: so ist es schön warm und in der Nacht friert es kaum. Hier gibt es auch eine besonders herausragende Qualität, den Districtus Controllatus Pfalz (DC Pfalz): Diese Top-Weine können auch mit dem Grauburgunder hergestellt werden, insgesamt sind nur fünf Rebensorten zugelassen.

Der Grauburgunder trocken

Grauburgunder werden traditionell eher trocken ausgebaut, besonders in Deutschland. Hier wird besonders darauf geachtet, dass der Wein ausgegoren, also “fertig” und beinahe ohne Restzucker ist. Darum sind diese Weine auch so trocken.

Gerne wird der Grauburgunder aufgrund seiner trockenen, aber fruchtigen Art besonders gerne im Sommer getrunken – trockene Weißweine sollen ja auch kühlend wirken…

Der Grauburgunder trocken: Was bedeutet trocken?

Was ist die Bedeutung, bzw. die Bezeichnung “trocken” am Weinetikett eigentlich? Trocken ist nicht nur ein persönlicher Eindruck, sondern klar nachweisbar, und zwar geht es um Süße: bis zu 9 Gramm Zucker pro Liter Grauburgunder, dürfen es sein und dann muss er mindestens 7 Gramm Säure aufweisen (der Säuregehalt des Weins darf höchstens 2 Gramm niedriger sein). Also ist hier alles chemisch dargestellt und es ist eben Weine, die “durchgegoren” sind, denn hier gibt es kaum noch Zucker, der noch zu verarbeiten wäre. Auch wenn der Begriff “Mostgewichte”, bzw. Mostgewicht fällt, geht es um den Zucker – er beschreibt die Dichte des Traubensaftes, wenn man diese kennt, kann ausgerechnet werden, wie viel Alkohol der Jahrgang dieses Weines haben wird. 

Der Grauburgunder trocken: Worauf kommt es an?

Grauburgunder sind meist trocken, so wie etwa ein Riesling oder ein Grüner Veltliner. Wer ein Glas trockenen Grauburgunders vor sich stehen hat, fragt sich vielleicht, was das “Trockene” eigentlich genau ist… kein Zucker? Weniger Kalorien?

Die Bezeichnung trocken muss nicht automatisch bedeuten, dass gar kein Zucker im Wein enthalten ist, ein paar Gramm dürfen es eben schon sein. Die meisten Kalorien, die wir beim Genuss von Weinen zu uns nehmen, stecken im Alkohol – der Zuckergehalt selbst macht hier nicht mehr viel aus, ein Gramm Zucker enthält ca. 4 kcal, das ist also nicht so tragisch.

Was andere über unseren Pinot Gris, Grauburgunder, Grauburgunder trocken sagen

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4.5/5
"Kein Erfrischungsgetränk: Wie ernst es dieser Burgunder meint, zeigt sein würziger Curry-Duft – hat man nicht oft im Glas! Wertig geht es am Gaumen weiter. Viel Druck und etwas Säure stützen das mächtige Gebälk aus Mango, Mandeln und Melone. Das würzige Finish des 2019ers sagt deutlich: Da kommt noch mehr. Doch werden Sie so lange warten können?"
Roland GRAF - www.trinkprotokoll.at
4/5
"SEHR GUT: Fester, nussiger und leicht holzwürziger Duft mit verhaltenen gelbfruchtigen Aromen, etwas Butter, feiner Würze und floralen Nuancen. Reife, herbe, recht fest gewirkte Frucht, rauchige und nussige Holzanklänge, moderater Säurebiss, etwas Griff von mürbem Gerbstoff, nachhaltig, viel Kraft, im Hintergrund kreidige und salzige Töne, ein Hauch Pfeffer, sehr guter, herber, etwas alkoholwarmer Abgang."
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